Ein Drama, das selbst Drehbuchautoren sprachlos macht: Collien Fernandes erstattet Anzeige gegen ihren berühmten Ex.
Eine Trennung bekommt plötzlich eine völlig neue Dimension

Eigentlich galt das Ehe-Aus von Collien Fernandes und Christian Ulmen bereits seit Monaten als trauriges, aber privates Kapitel. Im September 2025 hatten beide ihre Trennung öffentlich gemacht. Nun steht der frühere Partner der Schauspielerin jedoch wegen schwerer Vorwürfe im Fokus. Mehrere Medien berichten unter Berufung auf einen „Spiegel“-Bericht, dass Fernandes in Spanien Anzeige gegen ihren Ex-Mann eingereicht habe.
Brisant ist vor allem die Wortwahl, die im Zusammenhang mit den Vorwürfen gefallen sein soll. Demnach wirft Fernandes Ulmen unter anderem eine „virtuelle Vergewaltigung“ vor. Im Kern geht es laut den Berichten um mutmaßlichen Identitätsmissbrauch im Internet, um Fake-Profile und um pornografische Inhalte, die den Eindruck erweckt haben sollen, sie seien echt. Fest steht bislang aber nur: Es handelt sich um Vorwürfe, und für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Das zuständige Gericht auf Mallorca soll Vorermittlungen eingeleitet haben.
Laut Bericht soll sich der Fall über Jahre hingezogen haben

Nach den bislang veröffentlichten Informationen soll Collien Fernandes nach eigener Darstellung über viele Jahre Ziel eines digitalen Identitätsdiebstahls gewesen sein. Laut den Berichten sollen über gefälschte Profile Männer kontaktiert, Chats geführt und sexuelle Gespräche angebahnt worden sein. Außerdem soll Material verschickt worden sein, auf dem Frauen zu sehen gewesen seien, die der Schauspielerin stark ähnelten. Genau diese Darstellung macht den Fall so verstörend.
Dem Bericht zufolge liegt seit Ende 2025 ein rund 40 Seiten umfassender Schriftsatz beim Bezirksgericht in Palma de Mallorca. Dort soll es nun zunächst um die Frage gehen, ob aus den Vorwürfen ein förmliches Verfahren entsteht. Ob es am Ende tatsächlich zu einer Anklage kommt, ist derzeit offen. Gerade deshalb ist Vorsicht geboten: Vieles, was aktuell öffentlich diskutiert wird, basiert auf den Schilderungen von Fernandes und den Recherchen des „Spiegel“, nicht auf einem abgeschlossenen Gerichtsverfahren.
Zunächst soll Collien Fernandes an unbekannte Täter gedacht haben

Besonders erschütternd wirkt, dass Fernandes nach den Berichten offenbar lange nicht von einer Person aus ihrem direkten Umfeld ausgegangen sein soll. Vielmehr habe sie zunächst vermutet, hinter den Erniedrigungen steckten anonyme Internettrolle. Deswegen soll sie bereits im November 2024 in Berlin Anzeige gegen Unbekannt erstattet haben. Dass sich ihr Verdacht später in eine ganz andere Richtung bewegte, dürfte den Fall für sie persönlich noch belastender gemacht haben.
Die Moderatorin hatte sich schon zuvor öffentlich mit digitalem Missbrauch, Deepfakes und gefälschten sexuellen Inhalten auseinandergesetzt. Bereits 2024 und 2025 sprach sie darüber, selbst von Deepfake-Pornos und Identitätsmissbrauch betroffen gewesen zu sein. Damals stand jedoch öffentlich noch nicht im Raum, dass sie einen konkreten Verdacht gegen ihren späteren Ex-Mann haben könnte.
Gerade deshalb wirkt die neue Entwicklung wie ein Schock auf mehreren Ebenen. Denn aus einem Fall von digitaler Gewalt, der zunächst wie das Werk fremder Täter erschien, wurde nach ihrer Darstellung plötzlich ein zutiefst persönlicher Verdacht.
Ein angebliches Geständnis soll alles verändert haben

Der wohl dramatischste Punkt der Berichte betrifft den ersten Weihnachtsfeiertag 2024. Laut „Spiegel“ soll Christian Ulmen an diesem Tag ein Geständnis abgelegt haben. Ihm wird zugeschrieben, gesagt zu haben: „Ich war das, ich habe das getan.“ Ob diese Darstellung zutrifft, ist bislang nicht gerichtlich geklärt. Öffentlich sorgt genau dieser Satz aber jetzt für die größte Erschütterung.
Fernandes beschrieb den Moment laut Bericht mit drastischen Worten. „Es war wie bei einer Todesnachricht, ich konnte nicht reden, nicht heulen“, wird sie zitiert. Später soll sie ihrem Ex-Mann geschrieben haben: „Du tust so, als sei das hier eine ganz normale Trennung unter zwei Eheleuten. Das ist sie nicht, du hast mich virtuell vergewaltigt.“ Auch diese Zitate stammen aus den Medienberichten über den Fall und markieren vor allem ihre persönliche Sicht auf das Geschehen.
Gerade diese Aussagen zeigen, wie tief der Vorgang sie nach eigener Darstellung getroffen haben muss. Zugleich bleibt entscheidend, dass die rechtliche Bewertung erst noch aussteht.
Auch über eine angebliche Mail wurde berichtet

Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch einen weiteren Punkt aus den Berichten. So soll Ulmen in einer E-Mail an einen Strafverteidiger einen „höchstvertraulichen Sachverhalt“ geschildert haben. Laut den veröffentlichten Darstellungen soll darin von einem „sexuellen Fetisch“ die Rede gewesen sein sowie davon, wiederholt Fake-Profile im Namen seiner Frau angelegt zu haben. Ziel soll es demnach gewesen sein, bei Dritten den Eindruck zu erwecken, es handele sich um private Sextapes von Fernandes. Auch hier gilt: Diese Angaben beruhen auf Medienberichten; eine gerichtliche Feststellung dazu gibt es bislang nicht.
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre der Fall nicht nur im Promi-Kontext außergewöhnlich, sondern auch ein drastisches Beispiel für digitale sexualisierte Gewalt und Identitätsmissbrauch. Genau darüber hatte Fernandes schon zuvor öffentlich gesprochen, als sie vor den Gefahren von Deepfakes warnte. Dadurch bekommt die neue Entwicklung eine zusätzliche Tragweite.
Für die Öffentlichkeit ist der Fall deshalb so schwer einzuordnen, weil er zwischen persönlicher Tragödie, digitalem Missbrauch und möglicher strafrechtlicher Relevanz liegt.
Was jetzt folgt, ist völlig offen – sicher ist nur die Wucht der Vorwürfe

Das Bezirksgericht in Palma de Mallorca hat laut den Berichten Vorermittlungen aufgenommen. Damit ist zwar klar, dass der Fall juristisch geprüft wird, aber noch längst nicht, wie er endet. Ob Anklage erhoben wird, ob Teile der Vorwürfe bestätigt werden oder ob sich der Fall anders entwickelt, ist derzeit offen. Bis zu einer möglichen gerichtlichen Klärung gilt für Christian Ulmen die Unschuldsvermutung.
Unabhängig vom Ausgang steht bereits jetzt fest, dass diese Anschuldigungen alles verändern. Aus einer prominenten Trennung ist binnen Stunden ein Fall geworden, der weit über Klatsch und Boulevard hinausreicht. Es geht um Vertrauen, um digitale Grenzverletzungen und um den Verdacht, dass intime Demütigung aus dem engsten persönlichen Umfeld gekommen sein könnte.
Genau deshalb dürfte dieses Thema noch lange nicht abgeschlossen sein. Denn selbst bevor ein Gericht entscheidet, haben die Schwere der Vorwürfe und die erschütternden Schilderungen von Collien Fernandes den Fall bereits zu einem der heikelsten Promi-Themen dieser Tage gemacht.