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Sorge um Pavel Travnicek: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“-Prinz fast gestorben

18.03.2026, 09:15 Uhr

Aufregung um einen Weihnachtshelden: Pavel Trávníček, der legendäre Prinz aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, entkam nur knapp dem Tode. Was passiert ist, erfährst du hier.

Der Märchenprinz kämpfte still um sein Leben

MDR/WDR/DRA
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Für Millionen Fernsehzuschauer bleibt Pavel Trávníček für immer der Prinz aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Seit Jahrzehnten gehört sein Gesicht rund um die Weihnachtszeit fest zum TV-Programm. Jahr für Jahr flimmert der Kultfilm über die Bildschirme – und mit ihm die Erinnerung an eine scheinbar unvergängliche Märchenwelt.

Doch abseits dieser vertrauten Bilder wurde es in letzter Zeit auffallend still um den tschechischen Schauspieler. Der Grund ist ernst: Der heute 75-Jährige hatte mit massiven gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Was viele nicht ahnten: Hinter den Kulissen soll es für ihn zeitweise lebensbedrohlich geworden sein.

Nun hat Trávníček selbst offen über diese schwere Phase gesprochen – und seine Schilderungen lassen aufhorchen. Denn der beliebte Filmstar musste sich einem komplizierten Eingriff unterziehen, nach dem für ihn offenbar nichts mehr so sein soll wie zuvor.

Eine Operation sollte sein Leben retten

IMAGO / STAR-MEDIA
IMAGO / STAR-MEDIA

Vor Kurzem musste Pavel Trávníček ins Krankenhaus, wo er sich einer vierfachen Bypass-Operation unterziehen musste. Es handelte sich dabei offenbar um einen hochkomplizierten Eingriff am Herzen. Wie er selbst erklärte, seien die Adern, die das Herz versorgen, verstopft gewesen und hätten ersetzt werden müssen.

Wörtlich sagte er: „Es hat sich gezeigt, dass die Adern, die zum Herzen führen, verstopft waren und mit etwas anderem ersetzt werden mussten, mit einem durchlässigen Material.“ Allein diese Beschreibung macht deutlich, wie ernst die Lage tatsächlich gewesen sein muss.

Für seine Fans ist diese Nachricht ein Schock. Denn auf dem Bildschirm wirkte Pavel Trávníček über viele Jahre fast zeitlos. Umso bedrückender ist nun der Gedanke, dass der Schauspieler hinter den Kulissen einen der wohl schwersten Kämpfe seines Lebens ausfechten musste.

Seine Worte über das Sterben gehen unter die Haut

Image: IMAGO / Future Image
Image: IMAGO / Future Image

Besonders bewegend ist, wie offen Pavel Trávníček inzwischen über die dramatischen Momente rund um seine Operation spricht. Offenbar hat ihn der Eingriff nicht nur körperlich, sondern auch innerlich tief verändert. Denn nach eigener Aussage war er dem Tod dabei erschreckend nah.

So sagte der Schauspieler: „Der große Vorteil ist, dass man dann schon weiß, wie es ist, wenn das Ende naht, wenn man irgendwohin auf die andere Seite geht.“ Ein Satz, der zeigt, wie existenziell diese Erfahrung für ihn gewesen sein muss. Es ist keine beiläufige Bemerkung, sondern ein Einblick in eine Grenzerfahrung, die ihn offenbar nachhaltig geprägt hat.

Inzwischen geht es ihm wieder besser. Bei einer Kontrolle soll ihm sein Arzt bescheinigt haben, dass sein Herz wieder eine Leistungsfähigkeit von 40 Prozent erreicht. Trávníček reagierte darauf mit den Worten: „Ich habe mir gedacht: Nur? Aber was soll ich mir nach einer solchen Operation schon wünschen.“

Schon zuvor hatte sein Herz Probleme gemacht

Image: AI
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Ganz überraschend kam die dramatische Entwicklung offenbar nicht. Bereits im vergangenen Sommer hatte Pavel Trávníček wegen Herzproblemen einen Schrittmacher eingesetzt bekommen. Dass nun dennoch eine so schwere Operation notwendig wurde, zeigt, wie ernst sein Gesundheitszustand schon seit einiger Zeit gewesen sein dürfte.

Trotz allem macht der Schauspieler deutlich, dass sein Lebenswille ungebrochen ist. Gerade diese Haltung scheint ihm nun besonders wichtig zu sein. Denn nach allem, was passiert ist, blickt er offenbar mit völlig neuen Augen auf seinen Alltag und auf das, was wirklich zählt.

Vor allem ein Mensch spielt dabei für ihn eine zentrale Rolle: sein neunjähriger Sohn Maximilian. Für ihn will Trávníček da sein – und genau dieser Gedanke scheint ihm neue Kraft zu geben. Damit wird auch klar, warum der Schauspieler jetzt eine radikale Veränderung angekündigt hat.

Jetzt will er mit alten Gewohnheiten brechen

Image: AI
Image: AI

Nach seiner schweren Zeit im Krankenhaus hat Pavel Trávníček offenbar einen klaren Entschluss gefasst. Er will sein Leben grundlegend verändern. Rückblickend sprach er dabei auch erstaunlich offen über seinen bisherigen Lebensstil.

So sagte er: „Ich habe bisher ein herrliches Leben mit einem Schnaps und einer Zigarette in der Hand geführt. Aber ich habe mich entschieden, mein Leben und überhaupt meine ganze Existenz von Grund auf zu ändern.“ Gerade diese Worte zeigen, wie ernst es ihm mit seinem Neuanfang ist.

Sein Fokus liegt nun vor allem darauf, Zeit mit seinem Sohn zu verbringen und bewusster zu leben. Zur Arbeit will er zwar zurückkehren, aber nur langsam und mit Vorsicht. Demnächst soll ihn ein Termin sogar nach Hamburg führen. Mit typischem Humor kommentierte er das selbstironisch: „Ich reihe mich in die lange Reihe glückloser Schauspieler ein, die in Talkshows auftreten, weil sie nichts anderes können.“

Für viele bleibt er für immer der Prinz aus dem Weihnachtsklassiker

Image: IMAGO / CTK Photo
Image: IMAGO / CTK Photo

Trotz aller gesundheitlichen Rückschläge wird Pavel Trávníček für das Publikum wohl immer mit einer ganz bestimmten Rolle verbunden bleiben: dem Prinzen aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. In der DDR-CSSR-Koproduktion von 1973 gewann er als Märchenprinz das Herz von Aschenbrödel – und wurde damit selbst unsterblich im Fernsehen.

Bis heute hat der Film rund um Weihnachten seinen festen Platz im TV-Programm, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern wie Tschechien oder Norwegen. Umso emotionaler ist es, den einstigen Leinwandprinzen nun so verletzlich und offen zu erleben. Hinzu kommt, dass seine Filmpartnerin Libuše Šafránková bereits im Sommer 2021 im Alter von 68 Jahren starb.

Gerade deshalb berührt Trávníčeks Geschichte jetzt so viele Menschen. Denn hinter der Märchenfigur steht ein Mann, der dem Tod offenbar nur knapp entkam – und der nun versucht, sein Leben noch einmal ganz neu zu beginnen.

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