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Collien Fernandes bricht „Das Traumschiff“-Dreharbeiten ab

25.03.2026, 05:45 Uhr

Die Wellen schlagen hoch, und diesmal liegt das Drama nicht im Drehbuch: An Bord des ZDF-Klassikers „Das Traumschiff“ spitzt sich eine private Affäre zwischen zwei TV-Stars zu – mit Konsequenzen, die das ganze Produktionsteam erschüttern.

Collien Fernandes bricht plötzlich vom „Traumschiff“-Dreh auf

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Seit Tagen steht Collien Fernandes im Zentrum einer großen Debatte. Hintergrund sind ihre schweren Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Parallel dazu wurde der Fall in Deutschland auch politisch und gesellschaftlich breit diskutiert; in Berlin demonstrierten am 22. März 2026 mehrere tausend Menschen gegen sexualisierte digitale Gewalt und solidarisierten sich mit Fernandes. Die Polizei sprach von 6.700 Teilnehmenden, die Veranstalter von rund 13.000.

Während diese Diskussion in Deutschland weiterläuft, befand sich Fernandes zuletzt in Südostasien für neue Folgen des ZDF-„Traumschiffs“. Dort steht sie seit 2021 als Schiffsärztin Dr. Jessica Delgado vor der Kamera. Aktuell entstehen zwei neue Filme mit den Arbeitstiteln „Bangkok“ und „Vietnam“.

Doch jetzt verlässt sie den Drehort überraschend vorzeitig. Und der Grund dafür ist alles andere als gewöhnlich.

Rückflug nach Deutschland schon in wenigen Stunden

Collien Fernandes bestätigte selbst, dass sie in den kommenden Tagen nicht mit dem Team zurück auf das Schiff gehen werde. Gegenüber Medien erklärte sie, dass es in Kürze in Hongkong mit den Dreharbeiten auf der MS Amadea weitergehe, sie selbst aber kurz nach Deutschland zurückkehren werde. Auch Berichte von t-online und weiteren Medien greifen diese Aussage auf.

Damit steht fest: Fernandes unterbricht ihren Einsatz für das ZDF-Format zumindest vorübergehend. Dass die Produktion dadurch ernsthaft in Gefahr gerät, gilt nach übereinstimmenden Berichten derzeit jedoch als unwahrscheinlich. Ein Grund dafür ist offenbar, dass die Dreharbeiten ohnehin noch bis Mitte April 2026 angesetzt sind.

Doch warum reist sie wirklich zurück? Genau dazu hat sich Fernandes jetzt selbst geäußert.

Diese Mission ist für sie jetzt wichtiger als der Dreh

 IMAGO / APress
IMAGO / APress

Nach eigenen Angaben will Collien Fernandes nach Deutschland fliegen, um Gespräche mit Politikerinnen zu führen. Wörtlich sagte sie laut aktuellen Berichten sinngemäß, sie kehre zurück, um über den mangelnden gesetzlichen Schutz bei digitaler Gewalt zu sprechen. Mehrere Medien berichten übereinstimmend über diesen Schritt.

Welche Politikerinnen sie konkret treffen will, wurde bislang nicht öffentlich gemacht. Klar ist aber: Das Thema hat bereits die Bundespolitik erreicht. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat angekündigt, dass das Erstellen und Verbreiten pornografischer Deepfakes künftig mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden können soll. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle in Kürze vorgelegt werden.

Damit bekommt der Fall um Fernandes eine neue Dimension. Denn aus einer persönlichen Geschichte ist längst auch eine politische Debatte geworden.

Das ZDF dreht weiter – mit bekannten Namen an Bord

 IMAGO / STAR-MEDIA
IMAGO / STAR-MEDIA

Trotz der vorzeitigen Abreise von Collien Fernandes laufen die Arbeiten an den neuen „Traumschiff“-Folgen weiter. Laut ZDF entstehen die Schiffsszenen erneut auf der MS Amadea. In „Das Traumschiff – Bangkok“ wirken unter anderem Harald Schmidt mit, in „Das Traumschiff – Vietnam“ gehört Uschi Glas zur Besetzung.

Gerade dadurch wirkt eine weitere Entwicklung besonders bemerkenswert: Uschi Glas hatte angekündigt, am Mittwoch nach Hongkong zu fliegen und bis nach Ostern auf dem Schiff zu bleiben. Medien berichteten, sie habe Collien Fernandes dort gern direkt in den Arm nehmen wollen. Durch die kurzfristige Rückreise dürfte es dazu nun vorerst nicht kommen.

Für die Produktion selbst scheint das aber nach jetzigem Stand kein Drama zu sein. Der Drehplan läuft weiter, auch wenn Fernandes vorübergehend aussteigt. Viel wichtiger ist aktuell offenbar, was in Deutschland auf sie wartet.

Der juristische Hintergrund bleibt hochsensibel

 IMAGO / VISTAPRESS
IMAGO / VISTAPRESS

Parallel zu ihrer Rückreise laufen die Ermittlungen gegen Christian Ulmen weiter. Nach Medienberichten bestätigte das zuständige Gericht in Palma, dass das Verfahren noch andauert und sich in einer sehr frühen Phase befindet. Auch andere Medienberichte sprechen von Vorermittlungen beziehungsweise einem laufenden Verfahren in Spanien seit Ende 2025.

Wichtig ist dabei: Gegen Ulmen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz hat bereits rechtliche Schritte gegen Teile der Berichterstattung angekündigt und sie als rechtswidrig bezeichnet. Das wird in mehreren aktuellen Berichten übereinstimmend dargestellt.

Der Fall ist also juristisch alles andere als abgeschlossen. Trotzdem hat er schon jetzt Folgen, die weit über das Persönliche hinausreichen.

Aus dem privaten Fall ist ein öffentliches Signal geworden

 IMAGO / Klaus W. Schmidt
IMAGO / Klaus W. Schmidt

Die vorzeitige Abreise von Collien Fernandes aus Vietnam zeigt, wie stark die Ereignisse der letzten Tage nachwirken. Sie verlässt das „Traumschiff“-Set nicht wegen einer gewöhnlichen Terminverschiebung, sondern weil sie den Fall nun offenbar auch politisch vorantreiben will. Dass gleichzeitig Demonstrationen stattfinden und die Justizministerin ein Gesetz gegen pornografische Deepfakes ankündigt, unterstreicht, wie groß die öffentliche Wucht inzwischen geworden ist.

Für das ZDF bedeutet das vorerst nur eine Unterbrechung. Für Fernandes selbst scheint es aber um deutlich mehr zu gehen: um Sichtbarkeit, um rechtliche Konsequenzen und um Schutz vor digitaler Gewalt. Wer sie in den nächsten Tagen in Deutschland trifft, könnte deshalb nicht nur eine Schauspielerin erleben, sondern eine Betroffene, die aus ihrem Fall politischen Druck macht.

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